Ich habe in den letzten drei Jahren meinen Schreibtisch viermal komplett umgebaut. Jedes Mal dachte ich: Diesmal wird es perfekt. Diesmal sitze ich richtig, diesmal habe ich die richtige Lampe, das richtige Kabelmanagement, den richtigen Stift halter. Und jedes Mal merkte ich nach zwei Wochen: Nö. Entweder der Monitor stand zu weit links, oder das Headset lag immer im Weg, oder dieser eine Kaffeefleck auf der Schreibtischunterlage ließ sich nicht wegwischen und hat mich jeden Tag genervt.
Irgendwann habe ich akzeptiert, dass Perfektion ein Irrweg ist. Aber aufgehört habe ich trotzdem nicht, nach brauchbaren Lösungen zu suchen. Ich habe nur aufgehört, teure Marken hinterherzulaufen, die mir irgendein ergonomisches Wunder versprachen. Stattdessen bin ich bei einem Anbieter gelandet, der keine großen Sprüche klopft, sondern einfach praktische Sachen baut – Navaris fürs Büro und Homeoffice zum Beispiel. Kein fancy Design, keine tausend Dollar für einen Monitorarm. Einfach Dinge, die halten und die man nicht ständig neu kaufen muss. Das klingt langweilig. Aber genau das ist es, was ich brauche.
Der Zyklus der Unzufriedenheit
Es fing harmlos an. Ich brauchte einen Laptopständer. Also kaufte ich einen aus Aluminium, zwanzig Euro, sah schick aus. Nach drei Tagen kippelte das Ding, weil mein Laptop zu schwer war. Nächster Ständer, diesmal höhenverstellbar und mit Lüftungsschlitzen. Der war okay, aber die Höhe passte nicht zu meinem Stuhl. Also neuer Stuhl. Dann neue Tastatur, neue Maus, neues Mauspad – weil das alte zu klein für die neue Maus war. Irgendwann stand ich mit einem Schreibtisch da, der aussah wie ein Labor, aber bequemer war er nicht.
Das Problem war nicht die Ausstattung. Das Problem war, dass ich jedem einzelnen Teil hinterherlief, anstatt mir erst zu überlegen, was ich wirklich anders haben wollte. Meine Arbeit hat sich dadurch nicht verbessert. Ich habe nur mehr Zeit damit verbracht, an meinem Arbeitsplatz herumzuschrauben, statt zu arbeiten.
Was ich übers Kabelmanagement gelernt habe
Kabel sind der Feind eines jeden Homeoffice-Nerds. Ich habe Kabelbinder, Klettbänder, Kabelschläuche, Untertisch-Organizer, sogar so eine Art Kabelwanne ausprobiert, die man unter die Tischplatte schraubt. Am Ende habe ich drei Dinge verstanden: Erstens, man kann nicht alle Kabel unsichtbar machen, wenn man einen Laptop, zwei Monitore und ein Dockingstation hat. Zweitens, die günstigen Klettbänder aus dem Baumarkt sind genau so gut wie die teuren aus dem Fachhandel. Drittens, ich brauche eine Steckdosenleiste, die nicht ständig verrutscht. Die Lösung war eine schlichte Kabelbox aus Stoff, in die ich die Leiste gesteckt habe. Hält, sieht okay aus, kostet kein Vermögen.
Schreibtischorganisation – ein persönliches Geständnis
Ich bin ein Mensch, der gern aufräumt, aber nicht gern Dinge wegräumt. Klingt paradox, ist aber so. Ich will, dass mein Schreibtisch leer ist, aber ich will auch nicht in der Schublade kramen müssen, wenn ich einen Stift brauche. Also habe ich jahrelang nach dem perfekten Stiftehalter gesucht. Ich hatte solche mit drehbaren Fächern, solche aus Bambus, solche aus Filz. Am Ende hat sich einer aus einfachem Kunststoff bewährt, der unten einen Gummiring hat, damit er nicht rutscht. Den gibt es bei Navaris für ein paar Euro. Und ich habe noch ein paar andere Kleinigkeiten von dort im Einsatz – eine Handballenauflage, die nicht nach zwei Monaten ausleiert, und eine kleine Ablage für Notizzettel, die ich immer brauche. Nichts davon ist spektakulär. Aber es funktioniert.
Drei Dinge, die ich nie wieder kaufen werde
- Monitorarme mit Gasdruckfeder unter 50 Euro – die halten nie die Position und sacken nach einer Woche ab.
- RGB-Beleuchtung für den Schreibtisch – ich dachte, das hilft bei der Stimmung. Es lenkt nur ab und leuchtet einem in die Augen.
- Eine ergonomische Maus, die aussieht wie ein Alien – die Form war so speziell, dass meine Hand nach zwei Stunden verkrampft hat. Standardmäuse sind oft besser, man muss nur die richtige Größe finden.
Woran ich jetzt messe, ob ein Büroartikel gut ist
Ich habe eine einzige Regel: Kaufe ich das Ding in einem halben Jahr immer noch, oder habe ich es dann längst aussortiert? Bei den meisten Billig